Frankfurt: 700.000 Einwohner & Zufriedenheitsstudie

Alle Jahre wieder untersuchen Studien, welche deutsche Stadt die beliebteste, lebenswerteste oder zufriedenste ist. Schnell erinnern sich viele an die Dauererfolge Regensburg und Münster, doch die Zeichen stehen auf Veränderung: Die Mainmetropole Frankfurt schiebt sich langsam an die Spitze.

Frankfurter Skyline© PIA Stadt Frankfurt am Main, Foto: Tanja Schäfer

Verjüngungskur für Bankenhauptstadt

Am 12ten Juni überschritt Frankfurt offiziell die Zahl von 700.000 Einwohnern. Die 21 Babys, die an diesem Tag geboren wurden, erhielten mit ihren Familien eine Würdigung des Frankfurter Oberbürgermeisters Peter Feldmann. Frankfurt stellt so im ersten Halbjahr 2012 erneut einen Geburtenrekord auf: Schon seit sechs Jahren nimmt die Zahl der Geburten in der Stadt stetig zu. Damit ist die Mainmetropole im gesamtdeutschen Vergleich eine Ausnahme.

Doch nicht nur Geburten sorgen für das Bevölkerungswachstum. Die Stadt profitiert ebenso von den hohen Zuzugsraten von Berufseinsteigern, Studenten und jungen Familien. Als Resultat wird Frankfurts Bevölkerung im Durchschnitt immer jünger.

Frankfurt – Hauptstadt der Zuversicht

Was aber macht gerade Frankfurt so attraktiv für junge Menschen? Eine Studie der Allianz zur Zuversicht der Deutschen hat herausgefunden, dass 40 Prozent der Frankfurter zuversichtlich in die Zukunft blicken, berichtet die Zeitschrift Welt.de. Damit ist Frankfurt nicht nur der Spitzenreiter unter allen deutschen Großstädten, sondern auch weit über dem bundesweiten Durchschnitt von nur 29 Prozent. Das mag auch darauf zurückzuführen sein, dass Frankfurt als Handelszentrum mit den Finanzkrisen der letzten Jahre besser umgehen kann. Finanzielle Ängste sind hier wenig verbreitet, und das internationale Parkett eröffnet viele berufliche Chancen. Tatsächlich machen sich 63 Prozent der Frankfurter keinerlei Sorgen um ihren Arbeitsplatz, fast genau so viele sind zufrieden mit ihrer finanziellen Situation, so die Studie der Allianz.

Die positive finanzielle Situation der Bürger wirkt sich auch auf den Dienstleistungssektor in der Stadt aus. So werden Dienstleistungen in Frankfurt, wie Babysitting, Nachhilfen oder Haushaltshilfen immer öfter von Frankfurtern genutzt, als das in anderen Städten Deutschlands der Fall ist. Unter diesen Voraussetzungen wird Frankfurt seine Ausnahmeposition noch einige Jahre beibehalten können. Letztendlich wird die Überalterung auch die Mainmetropole erreichen, allerdings um einiges später als andere Großstädte. Städtische Bevölkerungsprognosen rechnen mit einem weiteren Bevölkerungswachstum: Bis zum Jahr 2020 wird die Zahl voraussichtlich auf 725.000 steigen.

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